Kodex des Bundes
Nebelkloster



Präambel

W
ir, die wir den Schwur im nachfolgendem Sinne taten, wollen ihn und den Bund, der durch ihn geschlossen wurde, jederzeit ehren, im Rat gerecht und weise entscheiden und so, dass es dem Bund und damit uns allen am meisten nütze.


Über den Bund, den Eid, die Magi

E
s sei festgehalten, dass den Bund jene Magi bilden, die den Eid geleistet und auf ihn geschworen haben, nachdem sie auserwählt wurden.

A
userwählt wird ein Magus des Ordens des Hermes dadurch, dass er zu den vier Magi gehört, die den Bund gründeten und diesen Kodex einstimmig für gut befanden.

A
userwählt wird ein Magus des Ordens des Hermes dadurch, dass er von dem vollzähligen Rat aller Magi des Bundes einstimmig zu einem solchen erklärt wird.

Z
u diesem speziellen Rat sollen jedoch keinesfalls jene Magi zählen, die sich erst bewähren müssen, sei es durch eine Frist der Untadeligkeit, des Dienstes oder auch anders, sollte der Rat der Magi dies so entschieden haben.


Über Bundleute und andere Gefährten

A
lle Mundanen, die sich länger als es einem werten Gast zustehen würde im Bund aufhalten oder dies anstreben, sollen einen Treuschwur ablegen oder ihn auf ewig verlassen, denn nur jenen Simplices ist zu vertrauen, die bereit sind sich ewig zu binden.

C
onsortis sollen diesen Schwur gegenüber dem Rat der Magi des Bundes leisten, einfache Knechte sind dessen nicht würdig und sollen indes ihn gegenüber einem der Consortis ablegen.

E
ben jene sollen natürlich dafür sorgen, dass Anweisungen der Magi jederzeit angemessene Beachtung finden. Sie selbst sollen das Wort eines Magus des Bundes achten und nur den Entschluss von mehreren oder gar dem ganzen Rat darüber stellen.

S
ollten Consortis in ihrem Schwur wanken oder ihren Pflichten nicht nachkommen, so wird der Rat angemessen und weise über sie richten.

F
ür das gute Betragen von persönlichen Dienern, Custodis, Lehrlingen, Vertrauten und sonstigem Gefolge hat ein jeder Magus zu sorgen, denn er trägt für diese die Verantwortung gegenüber dem Rat, sind diese doch nur an jenen gebunden und haben sonst gegenüber den anderen Magi nur jene Pflichten, die ihrem Herrn gefallen.


Über Bestrafungen - sollten sie niemals nötig werden

S
ollte ein Magus diesen Kodex des Bundes in schändlicher Weise mißachten, so unterliegt es dem Rat über ihn zu richten.

S
ollte ein Magus seinen Schwur brechen, so sei er aus dem Bunde ausgestoßen und es liegt am Rat der Magi über weitere Strafen zu entscheiden.

S
ollte ein Magus sich gar erdreisten und seinen Schwur und sein Wort auf die schlimmstmögliche Art brechen und den Bund verraten, so soll kein Magus des Bundes ruhen noch rasten, bis dieser gestellt und gerichtet ist.

S
ollte dieser Frevler dann immernoch keine Einsicht zeigen, so sollen alle Magi des Bundes ihm nacheinander den Krieg der Magi erklären, auf dass Gerechtigkeit an ihm geübt sei.

D
och sollte ein Magus des Bundes eben jenen auf ewig zu verlassen wünschen, so sei dies von den verbleibenden Magi des Bundes zu respektieren. Denn einen unwilligen wollen wir in unserer Mitte nicht dulden.

S
ollte ein Magus den Bund verlassen, so beschliesst der Rat über die Dinge des Bundes, welche diesem Magus anvertraut wurden. Und sein Beschluss wird weise sein. Sollte der Unwürdige diese Weisheit nicht anerkennen wollen, so wird das nächste Tribunal für Gerechtigkeit sorgen und seine Einwände abschmettern.

S
ollte ein Magus des Bundes des Brechens des Kodex des Ordens überführt werden, so soll er aus unserer Mitte ausgestoßen und verdammt sein. Denn einen wortbrüchigen Verräter am Orden können wir in unsere Mitte nicht dulden.

I
n der Tat soll dessen Besitz beschlagnahmt und er auf Sicht erschlagen werden, auf dass wir seinen Schwur ernster achten, als er dies selbst tat.


Rechte und Pflichten der Magi

E
in jeder Magus hat ein Anrecht auf ein Sanctum innerhalb des Bundes, welches er jedoch erst nach Konsultierung des Rates des Bundes für sich beanspruchen darf.

S
ollte es innerhalb der Möglichkeiten des Bundes liegen, so soll jedem Magus Vis, Geld und sonstige Güter des Bundes nicht verwehrt bleiben, sollte er sie für seine Forschungen benötigen.

E
in jeder Magus schuldet dem Bund während jedes Jahres eine Jahreszeit des Dienstes, die so genutzt werden soll, dass sie dem Bund und damit allen Magi bestmöglichen Nutzen bringt, denn die Zeit der Magi des Bundes soll nicht unnütz gebraucht und verschwendet sein.


Über den Rat und dessen Beschlüsse

E
in jeder Magus des Bundes soll jederzeit einen Rat einberufen dürfen, dem alle im Bund anwesenden Magi beizuwohnen haben. Jedoch darf kein Magus zweimal hintereinander einen Rat einberufen.

H
ierbei sind jedoch Anklagen und Notsituationen anderer Art auszunehmen. Der Magus, der sich auf diese Passage beruft, sollte sich allerdings sicher sein, dass der Rat die Situation genauso sehen wird.

W
ährend eines Rates ist es das Vorrecht eines jeden Magus des Bundes seiner Meinung in angemessener Zeit Ausdruck zu verleihen.

B
eschlüsse des Rates sollen in der im Orden üblichen Art geschlossen werden, jedoch sollen hierbei noch einige spezielle Regelungen Beachtung finden.

J
ene Beschlüsse des Rates von größerer Tragweite, sollen gesammelt, festgehalten und getreulich befolgt werden. Sie sollen als der Periphere Kodex des Bundes bekannt sein.

Z
unächst sei ein Beschluss, der in Abwesenheit eines Magus geschlossen wurde, anfechtbar in der Art, dass ein Votum von mehr Magi des Bundes ihn aufheben oder bestätigen kann.

E
in Beschluss aller Magi des Bundes sei nur durch ein Votum aller Magi des Bundes änderbar.

S
ollte einst ein Beschluss weder entschieden, noch abgelehnt werden, so seien den Stimmen jener Seite der Vorzug zu geben, deren Gesamtzahl an Wintersonnenwenden im Bund schwerer wiegt.

S
ollte einst ein Beschluss die Gründung oder die Umstände der Gründung oder direkte Konsequenzen der Gründung des Bundes oder einen solchen Beschluss über eben jene Dinge betreffen, so sollen nur jene Magi dieser Zeit eine Stimme besitzen.

D
ies sei die einzige Gelegenheit bei der deren Stimmen mehr Gewicht besitzen sollen, als die der späteren Magi des Bundes.

E
s sei kundgetan, das die Gründer sich den anderen Magi nicht für überlegen halten und dass dies nur eine Maßnahme darstellt, den besonderen Umständen der Gründung Rechnung zu tragen.

E
in Ratsbeschluss wird dadurch zu einem solchen die Gründung betreffenden, dass alle während des Rates anwesenden Gründer dies einstimmig beschliessen und den anderen Magi gut begründen können.

D
iese Regelung soll nicht mißbraucht werden und sollte es dereinst zu solchen Vorwürfen kommen, so soll der Rat des Bundes oder das nächste Tribunal über die Weisheit des gefällten Ratsbeschlusses richten.


EXITUS

D
ies alles sei der Kodex des Bundes. Unverrückbar. Unveränderlich. Auf Immerdar geachtet und befolgt.


Unterschriften von



Der Eid von Monasterium Nebulae


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